Interrail 2015

September 2015 ist ja doch schon ein Weilchen her, naja eigentlich noch nicht ganz ein Jahr, aber ich möchte dir trotzdem von meiner Interrail Reise erzählen.

Weshalb weit reisen, wenn es doch in Europa auch ziemlich viele schöne Städte gibt, die erobert werden möchten? Genau das war damals unser Gedanken und schwupsdiwups war die Idee mit Interrail geboren. Ganz so einfach war es dann doch nicht – aber hier mehr dazu.

Für alle die nicht wissen was Interrail ist, versuche ich es kurz zu erklären:
Interrail ermöglicht dir mit dem Zug durch ganz Europa zu cruisen. Dafür gibt es unterschiedliche Pässe.
Hierbei muss man sich zuerst zwischen den zwei großen Kategorien „Global Pass“ und „One Country Pass“ entscheiden. Wie die Namen schon sagen, besteht der Unterschied darin, ob man nur ein Land oder mehrere Länder bereisen möchte. Wir haben uns damals für einen „Global Pass“ entschieden, da wir mehrere Länder in Europa besichtigen wollten, von daher stand der andere für uns gar nicht zur Debatte. Aber trotzdem hatten wir dann die Qual der Wahl zwischen den 7 Unterkategorien des „Globalen Passes“. Welche Pässe es genau gibt und wie viel die einzelnen kosten, habe ich dir oben verlinkt.
Tipp: Wenn du viele Länder und Städte bereisen willst, nimm auf jeden Fall einen fortlaufenden Pass und keinen begrenzten Pass, denn wenn du beispielsweise über Nacht reist, musst du schon zwei Tage von deinem Pass weg streichen. Mit dem fortlaufenden Pass bist du natürlich auch viel flexibler in deiner Reiseplanung, denn du wirst sehen, dass du während der Reise noch umplanen wirst. 😉 Spontan muss man sein.
Interrail ist auf jeden Fall einer der günstigsten, spannendes und einfachsten Möglichkeiten Europa zu bereisen.

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Wie ich zu Interrail gekommen bin?

Meine Reisepartnerin Kathi habe ich damals bei einem Chor kennen gelernt und sie hat mir dann von ihren Interrail Plänen erzählt. Ich muss gestehen, dass ich zu anfangs nicht sonderlich begeistert war, von der Idee mit dem Zug durch Europa zu fahren. Kleine Vorgeschichte dazu: Ich wurde damals vor genau einem Jahr im Zug beklaut. Und ich kann absolut gar nicht im Sitzen oder an Orten schlafen, wo mich Menschen beobachten können. Zudem hatte ich immer Angst um zu wenig Körperpflege (aber dem war dann nicht so, weil wir fast immer einen Schlafplatz hatten 😉 )
Doooooch irgendwann hat es Klick gemacht und ich dachte: Wieso eigentlich nicht? Man ist nur einmal jung und Europa will ich auf jeden Fall erkunden. Wird schon alles nicht so schlimm werden.

Gesagt – Getan:

Somit  hatten wir uns zusammen gesetzt und mit der Planung der Reise begonnen. Zuerst mussten wirIMG-20150904-WA0001 uns überlegen, wie viel wir ausgeben wollen/können, wann wir beide Zeit haben, wie lange unsere Reise dauern soll und ganz wichtig wohin soll es überhaupt gehen? Bei den ersten Punkten waren wir uns relativ schnell einig – der letzte war etwas schwieriger. Kathi ist eher der nördliche Typ und ich mag den Süden und natürlich hatten wir schon davor einige Städte gesehen und wollten nicht unbedingt noch mal in die selben reisen. Somit hatte jeder von uns eine Liste gemacht und seine Wünsche geäußert, so kamen wir  auf einen gemeinsamen Nenner. Alles schön und gut. Leider machte uns die ÖBB einige Male einen Strich durch die Rechnung bzw. durch den Plan – denn sie kannte sich irgenwie nicht wirklich mit den Interrail-Tickets aus. Wir mussten einige Male anrufen und unsere Pläne von vorne gestalten, da uns zuerst keiner gesagt hat, dass es zum Beispiel eine 7pm Regel gibt. Ich muss gestehen, dass wir auch einfach im Internet nachlesen hätten können, aber wir hatten davor einige Male extra noch gefragt wie das denn mit den anchtzügen ist. Die Regel besagt auf jeden Fall, dass wenn man mit dem Nachtzug mit Direktverbindung fährt, der nach 7 p.m. abfährt und nach 4 a.m. ankommt, wird nur der folgende Tag als Reisetag angerechnet. Heißt aber im Umkehrschluss, dass nur Direktzüge gelten und die Zeiten stimmen müssen – was bei uns öfters nicht der Fall war. Somit alles von vorne. Aber am Ende hatten wir eine super Route!

Beachte Extrakosten

Es kamen noch einige Extrakosten dazu, die wir nicht eingeplant hatten, wie Reservierungskosten für Nachtzüge, Highspeed-Züge kosten extra und von deinem Heimatland bis zu Grenze musst du auch selber die Anreise zahlen. (Edit: Die An-/Heimreise ist seit heuer im Global Pass inkludiert)
Es gibt einige Züge die reservierungspflichtig sind. Das sind vor allem Nachtzüge (z.B.: City Night Line). Hier fallen Kosten bis zu 100€ pro Strecke an, Highspeed-Züge (z.B.: TGV) kosten alle noch einmal extra auch Kosten bis zu 50€. Und wie erwähnt musste ich von Wien bis zu Grenze Tschechien extra zahlen und das selbe von Grenze Deutschland nach Wien.

Unsere Route im Überblick:

Interrail Map

Bereisten Städte

  • 4. September
    Gestartet wurde von Wien nach Prag
  • 5. September
    Von Prag ging es über Berlin nach Kopenhagen
  • 6. September
    Von Kopenhagen nach Hamburg und weiter nach Luxemburg (ohne Schlaf)
  • 7. September
    Luxemburg nach Maastricht/Heerlen
  • 8. September
    Vom kleinen Maastricht auf nach Köln
  • 9. September
    Nach wenig Schlaf von Köln nach Straßburg
  • 10. September
    Von Straßburg ging es nach Lyon mit kleinen Zwischenstopps in Basel und Genf
  • 12. September
    Tschüss Frankreich. Hallo Spanien. Von Lyon nach Barcelona
  • 14. September
    Wieder zurück in Frankreich. Barcelona nach Marseille
  • 16. September
    Von Marseille weiter nach Nizza, Genova und Milano
  • 17. September
    Das Ende naht. Von Milano nach Zürich
  • 18. September
    Das Ende der Reise. Von Zürich fuhren wir nach München und dann zurück nach Wien

Wir hatten tatsächlich 17 Städte in 15 Tagen gesehen, wenn auch einige nur für wenige Stunden.

Hier noch mal kurz ein paar Tipps zusammengefasst

  1. Planung
    Plane. Plane aber nicht zu viel. Die wichtigsten Städte, die du sehen willst, solltest du fest planen und dann drum herum dein Gerüst bauen, dass dann natürlich auch variieren kann und wird.
  2. Lieber früher als zu spät
    Denk daran, dass das Ticket ab 26 Jahren mehr kostet.
  3. Extrakosten
    Die habe ich dir oben schon aufgezeigt. Denk an zusätzliche Kosten bei der Planung von deinem Budget. Schnellzüge, Nachtzüge und Reservierungskosten können dir einen tiefen Griff in die Tasche kosten.
  4. Gepäck
    Nimm auf jeden Fall einen Rucksack, denn die sind leichter zu handhaben als ein Koffer. Wir haben ihn dann oft in unserer Unterkunft oder am Bahnhof gelassen.
  5. Versicherung
    Ich war damals mit meiner Kreditkarte versichert. (Reise-, Gepäck- und Krankenversichert) Informiere dich früh genug. In Europa sollte die E-card sonst das wichtigste abdecken, falls man krank wird.
  6. Ticket
    Wir haben es damals über die ÖBB bezogen, aber du kannst es auch direkt über Interrail online bestellen. Denk nur an die Versandtzeit – also rechtzeitig bestellen.
  7. Internet
    Informiere dich bei deinem Anbieter wegen Roamingebühren. Wir haben auf Telefonieren gänzlich verzichtet und nur SMS versendet und Whats app verwendet. Heutzutage gibt es so gut wie überall WIFI. Wir hatten uns zur Absicherung noch die App „Rail Planner Eurail/Interrail“ runter geladen. Mit dieser kann man auch Offline den Zugplan checken. Ist ganz praktisch.
  8. Spaß
    Glaub mir die Reise wird dir so viel Spaß machen und du wirst so unglaublich viel sehen und erleben. Es lohnt sich auf jeden Fall!

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Ich hoffe, ich konnte dich ein bisschen auf den Geschmack bringen und vielleicht denkst du ja gerade über eine Tour nach. Du wirst es nicht bereuen!

Warst du schon auf einer Interrail Tour oder bist du gerade in der Planung? Wenn ja, erzähl mir doch in den Kommentaren von deinen Erlebnissen und hinterlasse Tipps für andere Leser.

Jenny ❤

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Ein Gedanke zu „Interrail 2015

  1. Pingback: Mein 2016 | Justtravellicious

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