Tokio Hotel

Am 4. April 2017 war ich auf einem Tokio Hotel Konzert – richtig gelesen: TOKIO HOTEL. Ich wurde gezwungen, gezwungen von meinem eigenen Schwur, den ich vor Jahren, also Teeniefan abgelegt habe: Zu jedem Konzert werde ich gehen, wenn Tokio Hotel in der selben Stadt wie ich sind. Nein, mal Spaß bei Seite. Ich mag die Band wirklich gerne. Warum? Lest selbst.

#berlin tonight

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Fan der ersten Stunde – die guten alten Teenie-Zeiten

Als „Durch den Monsun“ das erste Mal damals 2005 auf Viva gelaufen ist – war ich im Bann dieser deutschen Band. Als Teenager war ich tatsächlich ein Freak und bin vollkommen ausgerastet wegen dieser außergewönhlichen Band. Die hat mir zu der Zeit echt den Kopf verdreht – vor allem Bill war meine große Liebe (oder so ähnlich). Mein ganzes Zimmer war von oben bis unten voll mit Poster tapeziert und ich meine wirklich von oben bis unten. Sogar jeder noch so kleine Schnipsel aus einer Zeitschrift wurde ausgeschnitten und fein säuberlich in eine Mappe gepackt – die habe ich übrigens noch. Man kann sich gar nicht vorstellen, warum man das eigentlich alles gemacht hat. Naja, war nun mal so. Für mich hat die Liebe zu dieser Band aber noch einen ganz privaten Hintergrund. Sie hat mich damals aus einem sehr tiefen Loch herausgeholt – ich weiß wirklich nicht wo ich heute wäre, wenn mich damals die Musik nicht so berührt und mitgenommen hätte. Irgendwie hat mich das mit Tokio Hotel verbunden und vielleicht mag ich sie deswegen heute noch.

Nicht mehr wie früher – vielleicht aber besser?

Auf jeden Fall war ich am Konzert (war nicht mein erstes von ihnen) und fand es wieder großartig. Man fühlt sich einfach wie früher – eben ein bisschen wie 13. Vorbei sind aber die Zeiten, wo Teenies reihenweise umgefallen sind und sich die Seele aus dem Leib geschrien haben. Natürlich gibt es solche noch immer, aber die sind eher rar. Die Fans sind mit gewachsen und das ist gut so. Auch die Jungs der Band sind erwachsen geworden – nicht nur äußerlich sondern auch musikalisch hat sich Tokio Hotel doch sehr geändert. Sang Bill früher noch alles auf Deutsch – singt und schreibt er nun auf Englisch, was vor allem aber daran liegt, dass er vor einigen Jahren mit seinem Bruder Tom nach L.A. geflohen ist. Aus Pop/Rock wurde Elektro/Pop. Am Anfang alles etwas gewöhnungsbedürftig, aber hat alles seinen Charme und ich mag die Musik.

Zwischen schrillen Bühnenouftits, Lichterspektakel und Konfettiregen

Von Anfang an war die Show großartig. Man sah, dass sich die Band ein Konzept überlegt hat, welches wunderbar zu ihrer neuen Musik passte. Die Lichtershow war beeindruckend und mehr brauchte es auch nicht – außer die abgefahrenen Outfits von Bill. Auch wenn die Halle nicht ausverkauft war – die Fans feierten mit Tokio Hotel alte wie auch neue Songs. Bei „Durch den Monsun“ gab es dann kein halten mehr: Die ganze Halle grölte lautstark mit und auch ein paar Tränen fließten im Publikum. Bill hatte sichtlich Spaß bei der letzte Deutschlandshow auf dieser Tour. Mit ihrer neuen Musik lockten sie auch erstaunlich viele männliche Zuseher an und haben mit Sicherheit sehr viele neue Fans dazu gewonnen.

Mein Fazit

Ich finde diese Band immer noch großartig, ganz egal welchen Wandel sie hinter sich gebracht haben. Ich finde gut, dass sie einfach das machen worauf sie Bock haben und ihre Musik inzwischen absolut selbst produzieren. Vielleicht haben sie einige Fans deswegen verloren, aber sie haben mit Sicherheit auch ein paar Hater von damals als Fans gewonnen. Bewundernswert finde ich vor allem, dass sie seit mittlerweile 12 Jahren in diesem Showbusiness existieren und funktionieren. Es gab keine großartigen Abstürze, trotz ihres sehr sehr jungen Alters damals – Bill war 15 als ihre erste Single rauskam. Inzwischen sind die vier in ihrem Leben angekommen und das macht sich auch in ihrer Musik bemerkbar. Ich glaube tatsächlich, dass ich diese Band mögen werde, so lange sie existiert und das könnte noch lange sein, denn wäre hätte vor 10 Jahren gedacht, dass man 2017 noch Tokio Hotel hören würde? Außer mir natürlich. Nein, Spaß. Ich stehe dennoch dazu Fan zu sein – genauso wie schon vor 12 Jahren als alles begonnen hat. Vielleicht nur nicht mehr so verrückt, sonder eher gelassen. Die Show in Berlin war auf den Punkt und es hat einfach Spaß gemacht. Und hey, Bill hat Gott sei Dank auf Deutsch gesprochen – haben ja viele bei der letzten Tour bemängelt, als er nur auf Englisch gesprochen hat. Dies hat sich der Frontman wohl zu Herzen genommen. Ich würde auf jeden Fall immer wieder auf ein Konzert von Tokio Hotel gehen und kann es auch weiterempfehlen. Hater hin oder oder – die Jungs machen gute Musik und sind richtige Musiker.

Setlist

Something New / Baby Don’t Cry / Feel It All / Love Who Loves You Back / Darkside Of The Sun / The Heart Get No Sleep / Better / Cotton Candy Sky / We Found Us / Run, Run, Run / Black / Easy / Girl Got A Gun / Automatic / As Young As We Are / What If / Durch den Monsun / Stop, Babe

Jenny  ❤

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