Malmö

Endlich ging es wieder los. Lange habe ich hin und her überlegt wohin mich meine nächste Reise führen soll. Da ich mir das Ziel gesetzt habe, einmal im Jahr in eine „neue“ europäische Stadt bzw. Land zu reisen, standen diesmal London/England und Stockholm/Schweden zur Auswahl. Irgendwie hat mich dann Schweden ein bisschen mehr fasziniert und so viel die Entscheidung auf die skandinavische Halbinsel.

Tja, da war nun die Idee in meinem Kopf, aber ich hatte noch keine Ahnung wie ich das ganze angehen sollte. Flugzeug? Bus? Zug? Alleine oder doch jemanden suchen? Wie lange – Reicht eine Woche? Ich hatte noch so viele Fragen und noch keinen blassen Schimmer. Und wie so oft entschied dann das Geld für mich. Also fiel meine Wahl auf eine Busreise und alleine, weil ich flexibel sein wollte. Mit dem Bus fährt man zwar ewig, aber so konnte ich nicht nur noch Stockholm für wenig Geld, sondern auch nach Malmö und Hamburg. Auch wenn von Berlin viele Billigflieger starten, war es mir dann in Summe doch zu teuer nur noch Stockholm zu fliegen.

Malmö hatte meine Erwartungen um einiges übertroffen

Es stellte sich auch als sehr guter Plan heraus, denn Malmö ist wunderschön und um einiges besser als erwartet. Ich muss dazu sagen, dass meine Erwartungen allgemein nicht sonderlich hoch an Schweden waren, da ich nicht so viel positives gehört habe, aber ich wollte es mit meinen eigenen Augen sehen und erleben.

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Da war er nun mein erster Stopp auf meiner kleinen Skandinavien-Reise. Es ging mit dem Bus von Berlin direkt Richtung Malmö. 10 Stunden Bus fahren – aber auch mit der Fähre und die war diesmal auch ein kleines Spektakel, da wir genau zum Sonnenaufgang auf der Scandline waren. 45 Minuten dauert die Fahrt mit der Fähre bis wir dann in Dänemark ankamen und es weiterging nach Malmö.

Nach 10 Stunden war ich dann endlich angekommen und gleich zu Beginn viel auf, wie verschlafen die Stadt ist. Um 9:30 hatte rein gar nichts am Hauptbahnhof offen und ich musste bis 10 Uhr warten, damit ich mir ein drei Tages-Ticket für die Öffis kaufen konnte. Auch sonst war noch nicht sonderlich viel los. Endlich in meinem Airbnb-Zuhause angekommen – legte ich mich ins Bett. Ich war so unglaublich müde und es regnete, sodass ich einfach keine Motivation finden konnte die Stadt zu erkunden. So viel der erste Tag wortwörtlich mehr oder weniger ins Wasser.

Free Walking Tour in Malmö

Am zweiten Tag sah dann aber alles schon ganz anders aus. Es schien die Sonne und ich hatte reichlich Motivation – eine Free Walking Tour stand auf dem Plan – doch zuerst erkundete ich die kleine Stadt auf eigener Faust. Viel zu entdecken gab es nicht, aber das machte nichts. Die Altstadt (Gamla Staden) hat unglaublich viel Scharm und so ist es möglich wirklich alles in Ruhe zu genießen und muss sich nicht abhetzen um alles zu sehen. Frühstück gab es dann im berühmten Kungsparken – bevor die Tour began.

Sonnenuntergang am Ribersborgsstranden

Die Free Walking Tour gegen Mittag war wirklich gut – ich würde sowieso zuerst immer empfehlen so eine Tour zu machen, um einen groben Stadt-Überblick zu bekommen. Wir hatten eigentlich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten abgedeckt – so fehlte mir nur noch das Meer. Also ging es zum Sonnenuntergang an den Strand.

Ziemlich planlos marschierte ich los in Richtung des Turning Torsos, denn irgendwo dahinter sollte sich ein schöner Strand verstecken. Und mir wurde nicht zu wenig versprochen – es war unglaublich schön. Ich bin dann am Daniaparken und dem Ribersborgsstranden gelandet und diesen entlang fast bis zur Öresund-Brücke gegangen.

Am darauffolgenden und auch letzten Tag in Malmö bin ich dann nur noch durch die Stadt geschlendert. Habe dann eine Bootstour am Hauptbahnhof entdeckt und direkt für 15€ gebucht. Die einstündige Tour führte über die Kanäle und unzählige teils sehr niedrigen Brücken hindurch. Vom Boot aus sieht man noch mal die wichtigsten Gebäude und bekommt noch etwas Geschichte auf Englisch erzählt.

Ein bisschen bin ich noch durch die Geschäfte gebummelt und zum Abschluss noch zum Einkaufszentrum Emporia gefahren, welches zu den größten in Schweden zählt. Ganz so begeistert war ich dann nicht – erinnert an das SCS in Wien. Auf jeden Fall bin ich sehr froh, dass es mich nach Malmö verschlagen hat. Ich kann dir diese süße kleine Stadt auf jeden Fall empfehlen – 2 Tage reichen vollkommen um sich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten anzusehen. Natürlich gibt es auch rund um Malmö viel zu entdecken, dann brauchst du auf jeden Fall mehr Zeit.

Für mich hieß es dann auch schon wieder Koffer packen und ab mit dem Bus nach Stockholm. Doch Halt – diesmal gestaltete sich die Abfahrt nicht so einfach wie gedacht. Eigentlich hätte ich mit dem Bus um 22:10 abfahren sollen und wie immer bin ich mindestens eine halbe Stunde früher dran. Ich wartete eine Weile und als dann um 22:30 noch immer kein Bus in Sicht war, machte ich mir Sorgen und rief bei FlixBus an – 2 Stunden Verspätung hieß es dann und dass sie mir das geschrieben haben. Ich hatte natürlich keine Nachricht bekommen – so saß ich einige Stunden alleine an dieser Bushaltestelle – immerhin überdacht. Nach den zwei Stunden kam dann aber noch immer kein Bus – also rief ich wieder den Kundenservice an. Nach einer!!! Stunde ich in der Warteschleife bekam ich dann endlich jemanden ans Telefon. Dann hieß es, dass der Bus Probleme hatte, aber jede Minute um die Ecke kommen solle – das tat er dann tatsächlich auch. Bis 1:30 habe ich alleine an dieser Station auf den Bus gewartet und war kurz davor mir ein Hotelzimmer zu suchen, weil mir einfach so unendlich kalt war und ich einfach keine Ahnung hatte, ob der Bus sich überhaupt noch Blicken lässt. Entschädigung gab es übrigens keine denn: Ich hab die Fahrt angetreten … Mehr bleibt da nicht mehr zu sagen.

Wieder lagen 8 Stunden Bus fahren vor mir und diesmal konnte ich sogar ein wenig schlafen. Stockholm erwartete mich schon – sogar mit Sonnenschein.

Jenny  ❤

 

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Ein Gedanke zu „Malmö

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