Hassliebe und die verlorene Freude 

Wieder einmal bin ich am Weg zum Flughafen. Wieder einmal heißt es Koffer packen und abgeben und auch die Angst ihn nicht wieder zu bekommen. Wieder einmal Pass herzeigen, durch die Kontrollen, rein in den Flieger, warten bis sich alle Gäste erschlagen haben, weil sie unbedingt die ersten sein wollen, die auf ihrem Platz sitzen, um dann doch wieder aufstehen zu müssen, weil jemand anders am Fenster sitzt und das selbe Spielchen nach dem Landen, alle springen auf und müssen dann erst ewig warten bis sie das Flugzeug verlassen dürfen. Slow Down denke ich mir dann immer… Wieder einmal die ganzen Sicherheitsanweisung, falls es doch einmal zu Problemen im Flugzeug kommen sollte. Wieder einmal auf einem fremden Flughafen stehen und zu überlegen wie ich jetzt zu meinem Zimmer komme. Das klingt jetzt alles so negativ und als ob ich die Freude am reisen verlernt habe.

Keine Sorge, ich liebe Reisen immer noch und ich liebe es auch immer noch zu fliegen, aber ich weiß inzwischen, dass es auch anstrengend sein kann. Auf der einen Seite liebe ich es aus meinem Alltag herausgerissen zu werden, aber auf der anderen steht momentan so viel in meinem Studium an, dass es mich wortwörtlich herausreisst. Jetzt fragst du dich vielleicht: ja wieso reist sie dann wieder und jammert herum? Ich fliege diesmal eigentlich auf Grund eines Vorstellunggesprächs und auf dieses freue ich mich wirklich, daher auch der spontane Trip nach Berlin. Und wie du vielleicht weißt liebe ich Berlin.

Hassliebe Koffer

Zur Zeit würde ich fast sagen, dass ich eine Beziehung mit meinem Koffer habe, denn diesen sehe ich momentan öfters geöffnet vor mir liegen, als ich meine Freunde oder Familie sehe.

⇒ Hier übrigens meine persönliche Packing List für den Koffer.

Doch diese Beziehung würde ich seit meiner Australienreise als Hassliebe bezeichnen. Wieso Hass? Naja, aus einem Koffer zu leben und ihn ein- und auspacken kann super anstrengend sein. Für mich war es nach einiger Zeit sogar richtig anstrengend und nervig. Ich wusste nicht mal mehr was drinnen war und wollte ihn auch gar nicht mehr umkramen um nachzusehen, denn dann wäre einfach wieder ein absolutes Chaos entstanden, welches ich nach ein paar Tagen wieder zusammenräumen hätte müssen. Kommt davon wenn man immer nur ein paar Tage in einer Stadt ist, da bringt es sich auch nichts den Kofferinhalt fein säuberlich in einen Kasten zu hängen. Somit blieben ein paar Dinge, auch wichtige wie Socken, ganz tief verborgen unter jedem anderen Kram. Darauf folgte eine Sockennot. Keine Sorge, die Socken habe ich dann zuhause beim Ausräumen des Koffers wieder gefunden.

Kommen wir zum Teil der Liebe. Ich liebe es zu reisen und dazu gehört es nun auch mal den Koffer zu packen. Der Koffer bedeutet für mich Freiheit. Die Freiheit zu reisen und sich auch von seinen Dingen zuhause zu befreien. Sei es sich von den materiellen Dingen zu befreien als auch vom stressigen Alltag. Der Koffer ist mein ständiger und treuer Begleiter auf Reisen und beinhaltet eigentlich die wichtigsten Dinge – zumindest bei mir. Ich würde weinen, wenn mein Koffer für immer verloren ginge, denn ich packe natürlich immer all meine Lieblingsklamotten und sonstige wichtige Dinge ein. Reisen ohne Koffer sind für mich einfach keine Reisen. Ich würde meinen Koffer tatsächlich vermissen.

Worauf ich eigentlich hinaus will ist, dass ich momentan manchmal das Gefühl habe, dass ich die Freude am Reisen verloren habe, aber dann überlege ich wieder wie schön es eigentlich ist. Dann fällt mir wieder ein, wie viele positive Auswirkungen reisen auf mich hat und dass es viel mehr Vorteile als Nachteile hat.

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Nun sitze ich wieder einmal am Flughafen und warte bis das Boarding beginnt. Ich darf meine nächste Reise antreten und mein nächstes Abenteuer in dieser schönen Welt starten. Ich bin super dankbar dafür, dass ich reisen darf und kann. Ich möchte es niemals missen.

Nach insgesamt 16 Flügen in 2016 verliert man einfach dieses Kribbeln im Bauch, bevor das Flugzeug abhebt und landet. Es wird fast zu Routine und fühlt sich nicht mehr besonders an. Fast schon wie Bus -oder Zugfahren. Vielleicht bin ich momentan etwas Reisemüde, aber das Reisen werde ich immer lieben.

Jenny ❤

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